Die gezielte Zusammensetzung eines Portfolios ist die wichtigste Voraussetzung für dauerhaften Anlageerfolg. In einem ausbalancierten Depot werden daher Chancen und Risiken aller Investments zueinander ins Gleichgewicht gebracht. Diese Erkenntnisse gehen vor allem auf den Wirtschaftsprofessor Harry M. Markowitz zurück. Wichtig für den Anlageerfolg ist nicht so sehr die Auswahl der Wertpapiere, sondern vor allem die Aufteilung des Vermögens auf die verschiedenen Wertpapiergattungen, auch als Asset Allocation bezeichnet. Die Asset Allocation entspricht der Gewichtung von Aktien, Anleihen, Gold, Rohstoffen, Devisen und Cash, abgebildet über Direktinvestitionen oder über Fonds, ETFs, ETCs, Zertifikate, Hebelprodukte sowie Optionsscheine. Die Aufteilung hängt davon ab, welche Risiken ein Anleger bereit ist, einzugehen, und welche Ziele er in welcher Zeit erreichen möchte.
Wichtig für den dauerhaften Anlageerfolg ist die Beachtung des Money-Managements. Darunter versteht man ein ausgefeiltes System zur aktiven Steuerung des Risikos und des Kapitaleinsatzes. Dazu wird der Kapitaleinsatz jeder einzelnen Position berechnet und das höchste Risiko bestimmt, das pro Engagement eingegangen werden soll.
Bei der Suche nach Aktien, die sich besser als der Marktdurchschnitt entwickeln, können Anleger auf das Konzept der Relativen Stärke (RSL-Wert) zurückgreifen. Die Methode wurde Ende der 60er-Jahre vom Amerikaner Robert Levy entwickelt und beruht auf der Tatsache, dass sich Kurse meist in Trends bewegen („The trend is your friend“). Aktien, die sich in einem starken Trend befinden, weisen ein starkes Momentum auf und sind durch eine hohe Eigendynamik gekennzeichnet. Die Aktien werdend dazu in einer Relative-Stärke-Rangliste abgebildet. Fällt ein Titel in das untere Drittel, wird er verkauft und durch eine Aktie mit einem hohen RSL-Wert ersetzt.